GreifBar plus am 09.01.2011 Mitarbeiterfreizeit
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Wenn möglich umkehren. Umkehren ist möglich.
- 12 Als Jesus hörte, dass Johannes gefangen genommen
worden war, zog er sich nach Galiläa zurück. 13 Allerdings blieb er nicht
in Nazaret, sondern wohnte von da an in Kafarnaum, einer Stadt am See, im
Gebiet von Sebulon und Naftali. 14 So erfüllte sich, was durch
den Propheten Jesaja vorausgesagt worden war: 15 »Das Land Sebulon und das
Land Naftali, das Gebiet gegen den See hin, die Gegend jenseits des Jordans,
das Galiläa der heidnischen Völker - 16 das Volk, das in der
Finsternis lebt, sieht ein großes Licht; über denen, die im Land der
Todesschatten wohnen, ist ein helles Licht aufgegangen.« 17 Von da an
begann Jesus zu verkünden: »Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.« (Mt 4,12-17)
Liebe GreifBar-Gemeinde,
es gibt Menschen, deren Worte so sehr für alles stehen, was sie mit ihrem Leben erstrebten, dass wir sie sofort mit dieser Person verbinden. „I have a dream“, das ist der 28 August 1963 am Lincoln Memorial in Washington, das ist für immer mit Martin Luther King verbunden. „Ich will hier rein“, das ist Gerhard Schröder, der an den Gittern des Bundeskanzleramtes rüttelt. „Ein Ruck muss durch Deutschland gehen“, das ist Roman Herzog am 26. April 1997. „Das ist ein kleiner Schrittfür einen Menschen, aber ein großer für die Menschheit“, das ist Neil Armstrong am 21. Juli 1969. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ – o.k., das war Walter Ulbricht am 15. Juni 1961, knapp 2 Monate vor dem Beginn des Mauerbaus. „Ich habe fertig“, das war Giovanni Trappatoni am 10. März 1998.
So etwas gibt es auch für Jesus: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe!“ Das ist sein Text konzentriert, kurz und klar. Predigt im SMS-Format. Ihr wollt wissen, was ich zu sagen habe? „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe!“ Ihr wollt wissen, für welche Worte ich in Erinnerung bleiben möchte? „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe!“
Ich kann es nicht im SMS-Format. Aber ich kann es heute sehr einfach und schlicht halten, ohne Schnörkel und Umwege. Was sagt Jesus zu uns: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe!“
Schauen wir näher hin: Jesus zieht mal wieder um. Es ist nach Bethelehem, dem ägyptischen Exil und Nazareth mindestens sein vierter Wohnsitz. Jesus zieht um. Und als wäre sein Leben nicht schon Provokation genug gewesen, zieht er noch tiefer ins Land der Heiden, in den Norden nach Galiläa, in die kleine Fischerstadt Kapernaum. Das liegt im Bundesland Naftali und Sebulon. Das ist so, als wenn jemand sagt, ich komme aus Hoyerswerda in Sachsen oder aus Groß-Zarnewanz im Landkreis Ostvorpommern oder aus der Platte im Ostseeviertel. Das ist keine gute Adresse. Ist Nazareth eine Zumutung, so ist Sebulon und Naftali eine PR-Katastrophe. Das ist nicht gut zu machen. Ein Landstrich, der immer als erster vom Feind erobert wurde, eine Gegend, in der das Heidentum regiert, das ist konfessionslose Pampa, in jeder Hinsicht meilenweit von der Hauptstadt entfernt. Dahin zieht esus um. Und dann fängt er an zu reden. Hier. Und wir hören seine ersten Worte, Worte, die nicht einmal originell sind, das ist Predigtplagiat, Johannes, der Täufer, hat exakt dieselbe Predigt auch immer wieder gehalten: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“
Umkehr ist nicht das Neue. Umkehr ist gut. Umkehr ist wichtig. Bad Blake, der versoffene Countrysänger („Crazy Heart“), der kehrt um. Es kostet viel. Einen Ruck. Einen schmerzhaften ersten Schritt. Den Widerstand der eigenen Trägheit überwinden. Die Resignation nicht siegen lassen. Aber er tut es. Und er schafft es: Er wird wieder Otis. Sein Leben ändert sich. Vieles bleibt schmerzhaft, aber er kriegt wieder Boden unter die Füße. Umkehr funktioniert. Das ist nicht das Neue. Was ist das Neue? Jesus ist das Neue.
Was ist also das Neue? Wenn Jesus diese Worte sagt, dann sind sie neu: Es ist die Geschichte vom Reich, die Jesus erzählt. Das Reich: nicht eine überholte Staatsform, zu der wir gar keinen Zugang finden. Warum reden Christen so monarchisch? Warum überlassen sie das nicht Rolf Seelmann-Eggebert und seinen Royalty-Schmonzetten? Ist das nicht eine überholte Vorstellung? Nein, es ist der Plan Gottes mit dieser Welt. Und wir arbeiten im Planquadrat Greifswald. Es ist sein Ziel: ein Reich, eine Herrschaft, mit Jesus als König. Die Herren dieser Welt danken ab, unser König kommt. Er regiert, und alles wird gut. Die Herren danken ab: der Tod, das Leid, der Streit, der Hunger, die Einsamkeit, der körperliche Zerfall, die geistige Umnachtung, die ungebändigte Lust, die zerstörerische Wut, die Herren danken ab, und Jesus ist König. Da ist das Reich, wo Jesus König ist. Und dieses Reich breitet sich von unten aus. Es beginnt, wo Menschen umkehren. Es beginnt, wo er regieren darf. Es beginnt, wo er durch uns Verhältnisse verändert und wo Menschen Stück um Stück neu werden. Das Reich breitet sich aus – und wir sind dabei. Das ist unsere Story, die Story unseres Lebens, nicht die Story der 2-6 Stunden, die wir für GreifBar einsetzen. Es ist die Story unseres Lebens. Wie groß ist deine Story? Was willst du deinen Enkeln erzählen, wenn sie auf deinem Schoß sitzen und fragen: Wie war das früher, Opa? Was ist die Story, die du erzählen willst? Ist es die kleine Story vom Häuschen und vom Auto und vom Urlaub und von der Beförderung und von der Gemütlichkeit? Oder ist es die große Story, mit leuchtenden Augen: Du, ich war dabei, ich ging Jesus zur Hand, ich bin ein Teil der Story Gottes: Licht denen, die im Finstern hocken, Umkehr von den falschen Wegen. Ich war dabei. Und was ich erlebt habe: Familien schöpften Hoffnung, Einsame feierten zusammen mit uns Weihnachten, Migranten fanden Heimat, Kinder entwickelten ihre Gaben und wurden mutige Erwachsene, und nicht nur unsere eigenen, Alkoholiker wurden trocken, Geschiedene fassten wieder Mut, Zerstrittene versöhnten sich, nach Niederlagen sind wir wieder aufgestanden, Schwerstkranke starben getröstet, manche Kranken wurden gesund, Kinderspielplätze wurden gebaut, die Verführer fanden niemanden mehr zum Verführen, die Menschen teilten, die Natur atmete auf, und am besten wurde es, wenn wir getauft haben, diese leuchtenden Augen, diese Geschichten voller Herzblut, diese Freude, diese Gewissheit, diese Lieder, dieser Lobpreis. Und das alles tat Jesus – oft standen wir nur staunenddaneben, aber er hat uns immer das Gefühl gegeben, dass wir irgendwie sehr wichtig für ihn sind. Was für ein Leben, mein Kind, was für ein Leben! Ich binTeil einer großen Story. Jesus sagt: Kehrt um, denn das Himmelreich ist nah. Nicht: Kehrt um, sonst geht es euch an den Kragen. Nicht: Kehrt um, sonst geht die Kirche den Bach runter! Nicht: Kehrt um, sonst ist der Pastor nicht zufrieden. Nein: Kehrt um, denn das Reich ist nah. Sei doch Teil einer großen Geschichte und nicht nur einer kleinen Geschichte.
Darum ist Umkehr unsere Botschaft, auch für die Menschen, die wir als Gemeinde ansprechen. Das ist die raue Seite des Evangeliums. Rau, denn das Herz revoltiert, wenn es hört: Kehr um! Das bloß nicht! Es kostet einen inneren Ruck und dann einen schmerzhaften ersten Schritt. Jesus ruft zur Umkehr, aber der Feind sagt: Du bist doch eigentlich ganz in Ordnung. Das sagt Jesus nicht. Der natürliche Mensch möchte auch gerne gut sein. Er sieht, dass Gott dieses oder jenes fordert und beschließt: Ich versuch es mal. C.S. Lewis sagt: Er ist wie ein guter Staatsbürger, der pünktlich seine Steuern zahlt. Wenn ich pünktlich meine Steuern zahle, dann habe ich meine Pflicht getan. Und dann hoffe ich, dass genug übrig bleibt von meinem Geld, mit dem ich machen kann, was ich will. Da hat mir der Staat dann bitte auch nicht reinzureden, denn ich habe doch meinen Teil des Deals erfüllt, ich habe meine Steuern bezahlt. Je mehr Steuern ich zahlen muss, desto unzufriedener bin ich. Der Steuerzahler ist selten ein fröhlicher Steuerzahler.
Ohne Bild: Der natürliche Mensch hat ja nichts gegen Gott und sein Gebot. Und er möchte wissen, wie viel er Gott geben muss, damit er im übrigen seine Ruhe hat und ein bisschen Anspruch auf göttliche Staatsleistungen. Fröhlich wird er dabei nicht. Eher ein bisschen vergrämt, wenn wieder die Stunde des Steuerzahlens kommt. Und dann handeln wir mit Jesus und in der Regel verliert Jesus, wenn es ans Aushandeln geht.
Was sagt Jesus? Er sagt:
Kehr um, d.h.: dreh dich komplett weg von der Richtung, in die du gehst. Das heißt: Gib mir alles. Das heißt: Nimm dein Kreuz auf dich. Das heißt: Verleugne dich selbst! Das heißt: Verkaufe alles, was du hast. Das heißt bei Paulus: Kreuzige dein Fleisch. Das heißt: Du lebst nicht mehr, sondern Christus lebt in dir. Kehr um, das heißt: Das Ich muss vom Thron. Nun ist das natürlich missverständlich. Es klingt: lebensfeindlich. Es klingt: grausam. Es klingt nach: Selbstkasteiung. Es klingt nach: Verachtung für mein Leben. Aber das ist nicht gemeint: Lass Dich nicht beirren, Gott freut sich, dass es Dich gibt, und er möchte auf keinen Fall, dass Du Dich selbst zerstörst und kaputt machst. Wie aber passt das alles zusammen? Nun, es passt zusammen für das Volk, das im Finsteren wandelt. Kehr um, kreuzige das Fleisch, verleugne dich selbst, stirb dir selbst, das heißt: Alles, was finster ist, kommt ins Licht. Alles, was kaputt macht, wird entfernt. Das Ich der Sünde, das Ich, das dem Feind folgt, das Ich, das ichsüchtig unglückselig verloren verbiestert versteinert verkatert verbogen verführt ist, stirbt. Ich lebe nicht mehr, Jesus lebt. Und das tut so gut. Das alte Ich will aber nicht sterben. Es ist so bequem. Es ist so nett. Es ist so angenehm. Und denk bloß: Jesus ist riskant. Jesus ist unbequem. Jesus ist Aufbruch. Jesus ist Hingabe. Mach das lieber nicht. Umkehr, zu der wir rufen:
Das ist unser Thema, so wie es die Predigt von Jesus ist. Die Alternative ist, dass wir religiöse Steuerzahler erzeugen. Wollen wir das? Religiöse Steuerzahler oder erneuerte Menschen? Umkehr: Ich gebe zu, ich habe ein Problem. Ich sterbe, mein Stolz stirbt. Ich gehe auf jemanden zu und sage: Ich brauche Hilfe. Und dann: Es geht aufwärts, das Dunkel lichtet sich, ein heller Schein. Umkehr: Ich gebe zu, ich habe mich faul bedienen lassen und habe andere ausgenutzt. Ich wage es und stelle mich zur Verfügung. Und dann: Es geht nach vorne, das Dunkel lichtet sich, ein heller Schein. Umkehr: Ich gebe zu, ich hocke auf meinem Geld. Ich sterbe meiner Sorge, meinem Neid und meiner Gier. Ich öffne mein Portemonnaie. Und siehe: Es geht weiter. Ich bin ein Unternehmer in Sachen Gottesreich. Das Dunkel lichtet sich, ein heller Schein. Umkehr: Ich gebe zu, mein Umgang mit meinem Leib ist nicht o.k. Ich sterbe der wildernden Lust. Ich bekenne und tue Schritte, mich zu ändern. Umkehr: Ich gebe zu, ich lasse mich nicht belehren, wenn es um meine Kinder geht, auch wenn es nicht gut
läuft. Ich sterbe meinem Hochmut und bitte um Rat. Und das Leben wird besser. Umkehr:
Ich gebe zu, ich bin ein gefährlicher Autofahrer. Ich sterbe meiner Wut und ändere mein Verhalten im Verkehr. Und ich komme gelassener ans Ziel. Wenn möglich umkehren, sagt das GPS. Die gute Nachricht heißt: Umkehr ist möglich. Aber, aber: Es geht nicht um religiöses Steuerzahlen. Martin Luther sagt: Das soll täglich geschehen. Und dabei geht es täglich darum, den alten Adam zu ersäufen. Und die Taufe, der Anfang: Da wird er erstmals unter Wasser gedrückt. Taufe ist recht verstanden Umkehr: Tod dem alten Ego, mit dem wir im Finsteren wandeln.
Auferstehen für ein Leben mit Jesus. Das Himmelreich ist nah. Versteht Ihr:
GreifBar ist nicht dazu da, den Leuten ein schönes Leben zu versprechen, wenn sie nur brav ihre religiösen Steuern zahlen. GreifBar ist Umkehrruf: Kehr um, stirb dem alten Ich, lass uns dir helfen, dass der alte Adam und die alte Eva ersäuft werden. GreifBar ist gefährlich. Es ist nicht gemütlich. GreifBar geht es um Rettung aus der Finsternis und aus dem Reich des Todes. Und diese Rettung gibt es, weil Jesus da ist. Es gibt sie, indem wir umkehren. Wenn wir das den Menschen nicht zumuten wollen, na gut, dann gibt es vielleicht ein paar religiöse Steuerzahler mehr, aber nicht das Volk von Jesus, das besteht aus Umkehrerinnen und Umkehrern.
Darum ist also Umkehr unsere Botschaft, aber nicht nur nach außen. Wir selbst, die Mitarbeiter, hören, was Jesus ruft: Kehrt um, denn das Himmelreich ist nah. Der alte Blumhardt, der eine Erweckung im Schwäbischen erlebte, sagte einmal: Was aus eigener Buße kommt, das weckt wieder Buße – bei anderen. Was nicht aus eigener Buße gesprochen wird, das ist „wie Seifenblasen gegen Festungsmauern.“ Das ist so etwas wie ein Geheimnis des Reiches Gottes: Buße wirkt Buße. Es ist wie eine tatsächliche Ermächtigung: Umkehr gibt Kraft für das, was wir als Einzelne und als Gemeinde für das Reich Gottes tun. Verweigerte Umkehr bremst und lähmt. Es liegt dann eine bleischwere Stimmung über allem, denn bei allem Mühen geschieht so wenig. Jesus redet uns an: Kehrt um! <a name="OLE_LINK1">Eine Mitarbeiterfreizeit ist auch eine geschenkte Zeit, sich selbst neu auszurichten, die Vision der Gemeinde wieder zu ergreifen und das Miteinander zu ordnen. </a>Umkehr ist das raue Evangelium: rau, weil es weh tut. Rau, weil wir zugeben müssen, nicht so hilfreich, edel und gut zu sein, wie wir uns selbst gerne sähen. Rau, weil wir vor uns und vielleicht vor anderen zugeben müssen: Ich bin nicht, der ich sein sollte. Evangelium, weil es Jesus ist, der uns ruft. Das kann nur Liebe sein. Evangelium, also Jesus, also: Ich lasse Dich nicht einfach laufen. Evangelium, also Jesus, also: Du musst nicht so leben. Evangelium, also Jesus, also: Erlaube mir doch, dir zu zeigen, was nicht gut tut, es zu vergeben, erlaube mir, dich zu reinigen, erlaube mir das Abenteuer, etwas Gutes und Neues zu tun. Abenteuer des Reiches Gottes. Umkehr ist das raue Evangelium. Und es ist Jesus, der ruft. Nicht der, mit dem ich sowieso im Clinch liege oder den ich nicht mag. Jesus ist es, der ruft. Aber er ruft uns konkret. Du sollst dich wieder neu ausrichten für das Jahr 2011. Wo ist Unordnung in dein persönliches Leben gekommen? Wo sind die No-go-areas für Jesus? Wo darf er nicht rein?
Ich will es deutlicher sagen: Eine Mitarbeiterfreizeit ist eine geschenkte Zeit, die Vision der Gemeinde wieder zu ergreifen und das Miteinander zu ordnen. Mich sorgt zurzeit, dass ich an einigen Stellen in der Gemeinde sehe, wie sich manche von uns ineinander verkanten und nicht mehr miteinander können. Ich sehe das in manchen Teams. Wir haben etliches im Miteinander zu ordnen. Gerade da, wo wir viel Hoffnung haben, dass etwas Wichtiges für das Reich Gottes geschieht, treibt uns der Feind auseinander und wenn möglich gegeneinander. Mich durchzusetzen, dass alles so bleibt oder dass alles ganz anders wird, ist dann wichtiger als die gemeinsame Vision vom Volk, das Jesus in Greifswald mit uns sammeln will. Wer was zu sagen hat, wer wie viel arbeitet, wie ich zur Geltung komme, das alles zählt dann viel mehr als diese gemeinsame Sendung. Wir setzen uns auseinander, nicht zueinander. Wir ziehen uns zurück statt an einem Strang. Wir lassen die anderen arbeiten. Wir kündigen innerlich. Kehrt um, sagt Jesus. Das Himmelreich ist nah, nicht nur der Böse, der Euch mit Bösem überwinden will. Der ist auch da, aber da wollt Ihr nicht sein, denn das ist es finster. Ihr wollt das Licht sehen, also kehrt um. Wenn möglich umkehren, sagt das GPS. Gute Nachricht: Umkehren ist möglich. Ich bringe mich wieder ein. Ich ziere mich nicht bei Aufgaben. Ich werde wieder treu. Ich lasse mir etwas sagen. Ich ordne mich ein, vielleicht auch unter. Das fällt manchen besonders schwer. Wer sich nicht unterordnen kann, sollte besser nicht vorgesetzt sein. Ich gehe auf den anderen zu und bitte um Vergebung für meinen Teil am Schlamassel. Ich stelle mich wieder Jesus zur Verfügung und nicht nur meinen kleinen Königreichen: für dich, Jesus, für dein Volk in Greifswald, für deine Sehnsucht nach erneuerten und veränderten Menschen. Kehrt um, das ist eine Einladung zum Abenteuer, nicht eine Vorladung, um fertig gemacht zu werden.
Aber das ist die Einladung an uns heute, wenn wir uns fragen, wie es denn werden soll im neuen Jahr, mit uns selbst, mit GreifBar, mit den Gästen beim großen GreifBar, den Christen in der Halbdistanz in unseren Hauskreisen, mit den Leuten im Ostseeviertel und nicht zuletzt mit uns selbst. Kehr um, sagt Jesus jetzt, denn das Himmelreich ist nah.
Und Gottes Volk stimmt
ein und ruft: AMEN.
