Greifbar

GreifBar plus am 27.03.2011

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                                                        Das Scherflein der Witwe


 

    41 Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. 42 Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das macht zusammen einen Pfennig. 43 Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. 44 Denn sie haben alle etwas von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte. (MK 12,41-44)

Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sagte: “ Ichversichere euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle anderen. Sie alle haben von ihrem Überfluss gegeben; diese Frau aber, so arm sie ist, hat alles gegeben, was sie besaß – alles, was sie zum Leben nötig hatte.“ Markus 12, 43 + 44

 

Der Klingelbeutel geht durch die Reihen. Man redet nicht über Geld, und man guckt den anderen auch nicht auf die Finger. Aber manchmal wird schon wahrgenommen, ob ein Geldschein knistert oder die Münzen beim Einwerfen klingeln oder ob jemand den Beutel an sich vorübergehen lässt ...

Im Tempel in Jerusalem zur Zeit Jesu war man da weniger zimperlich. Wer spenden wollte, gab dem Priester das Geld. Der prüfte, ob es echt war und ob die Währung zugelassen war und legte es dann für alle sichtbar in den Opferkasten. Bei besonders groβen Spenden wurde sogar eine Posaune geblasen. Die Bibel erzählt uns, wie Jesus sich einmal im Tempel in die Nähe des Opferkastens setzte und den Leuten beim Spenden zusah (Mk 12, 41 – 44; Lk 21, 1 – 4). Da kamen viele Reiche und legten viel ein. Für manche wurde< bestimmt auch die Posaune geblasen. Und dann kam da auch eine arme Witwe, die ganz still und leise zwei kleine Kupfermünzen einwarf. Für sie hat keiner die Posaune geblasen.

Aber Jesus hat sie doch gesehen und stellt fest: “Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle anderen.“ Nach menschlichen Maß;stäben stimmt das nicht – zwei kleine Kupfermünzen sind nicht mehr wert als Goldstücke, ein paar Cent weniger als 500 Euro. Aber Jesus Maßstäbe sind andere. Er kann ja sowieso aus wenig viel machen, wie z. B. 5.000 Menschen mit zwei Broten und fünf Fischen satt machen. Er ist nicht auf unsere Almosen angewiesen.

 

Jesus guckt nicht auf den Wert der Geldstücke. Er sieht tiefer. Er sieht, dass die Witwe alles gegeben hatte, was sie hatte. Ihr Portemonnaie und ihr Bankkonto sind jetzt leer. Sie stellt ihr ganzes Vermögen Gott zur Verfügung und ist jetzt ganz auf Seine Hilfe angewiesen.

 Mit welcher Haltung geben wir Gott Geld, Zeit und Kraft? Geht es nach dem Motto: So viel wie nötig, so wenig wie möglich? Oder leben wir als Kinder Gottes in dem Bewusstsein, dass ja sowieso alles, was wir haben, von ihm geschenkt ist? Er freut sich, wenn wir alles, was wir sind und haben, ihm zur Verfügung stellen, sei es nach menschlichem Ermessen viel oder wenig. In seinen Händen können fünf Cent mehr austragen als fünfhundert Euro und eine liebevolle Tat mehr als viele Stunden Arbeit.

Deshalb möchte ich uns dazu ermutigen, uns ihm ganz zur Verfügung zu stellen, sei es in unseren Augen viel oder wenig. Er sieht uns, er freut sich über unsere Hingabe und er kann viel aus „unseren kleinen Kupfermünzen“ und „Goldstücken“ machen.