Greifbar
PDF Download

Das Arbeitslos

Haben Sie die letzten Worte des Anspiels noch im Ohr?

„Ich geb nicht auf.“

„Der Mensch kann sich von allem trennen, nur nicht von der

Hoffnung.“

So Ilja Ehrenburg.

Das Arbeitslos – ein hartes Los und ebenso ein schwieriges Thema.

Arbeit und Arbeitslosigkeit sind zum Thema Nummer eins in Deutschland geworden Die Frankfurter Allgemeine schreibt am 9. Sept.:

Angst vor Arbeitslosigkeit.

„Die Sorge vor steigenden Preisen, einer schlechten Wirtschaftslage und hoher Arbeitslosigkeit bewegt die Bevölkerung in Deutschland stärker als die Angst vor persönlichen Schicksalsschlägen oder Straftaten.“

Das gibt zu denken. Ebenso die aktuellen Arbeitslosenzahlen von Greifswald.

Ende August sind in Greifswald 21,9% der Bevölkerung arbeitslos gemeldet. In Zahlen ausgedrückt sind das 6.006 Menschen. Im Greifswalder Einzugsbereich sogar 12.299 Menschen, die keine Arbeit haben.

Menschen gehen auf die Straße, demonstrieren gegen Hartz IV.

Arbeitslosigkeit trifft inzwischen fast jede Familie.

Im krassen Gegensatz dazu gibt es immer mehr Menschen, denen ihre Arbeit über den Kopf wächst.

Sie arbeiten bis an die Grenzen ihrer Kräfte.

Nicht selten leiden Familie, Gesundheit und Psyche darunter.

Andere gehen mit Widerwillen zur Arbeit.

Der Chef oder die Kollegen moppen.

Die Arbeitsatmosphäre ist gespannt und unerträglich.

Zuviel oder zu wenig Arbeit, das Arbeitslos ist auch bei uns heute Thema Nr. 1.

Arbeit können wir zwar nicht vermitteln. Jedoch wollen wir Wege anbieten, wie man mit dem Los der Arbeit besser umgehen kann, ohne am Leben zu verzweifeln.

Arbeit, welchen Stellenwert hat sie für uns?

• Die Arbeit gibt uns Wertschätzung und das Gefühl sinnvoll gebraucht zu werden.

• Der Sinn des Lebens wird oft über die Arbeit definiert.

• Die Arbeit gibt Anerkennung. Meine Leistung gibt mir das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Und manchmal das Schulterklopfen eines anderen, „gut gemacht“.

• Arbeit bedeutet auch Geld verdienen. Geld, mit dem ich mir etwas leisten kann, um meinen Wohlstand aufzubauen.

• Nicht zu vergessen: Arbeit kann Freude machen.

Nicht selten wird in der Arbeit der Sinn des Lebens gesehen. Hier liegt ein großer Irrtum des Jahrhunderts.

Die Arbeit kann eine Aufgabe im Leben sein, sollte aber nie der einzige Sinn meines Lebens sein. Denn was passiert nun, wenn die Arbeit wegbricht?

Viele fühlen sich als Versager, als abgestellt. Zurück bleiben Enttäuschung und Bitterkeit. Das Selbstwertgefühl sinkt gegen Null. Früher oder später die finanziellen Sorgen. Der aufgebaute Wohlstand droht zu zerbrechen. Die Arbeit ist weggebrochen und damit auch der Sinn deines Lebens?

Nun die Kehrseite.

Was ist, wenn die Arbeit mich zerbricht. Die Arbeit ist zum harten Los geworden.Es fehlt die Zeit zur Besinnung, mit deinen Kindern zu spielen, mit deiner Frau zu reden, mit Freunden zu feiern.Auf Dauer ein gefährlicher Zustand.Deine Familie braucht dich mehr, als dein Geld. Du bist gefordert und hast manchmal den Eindruck, dass du den Anforderungen nicht genügst. Deine Verantwortung beschert dir unruhige Nächte. Die Arbeit ist zum Horrortrip geworden, weil dein Chef verständlicherweise seine Interessen sieht, aber nicht deine Persönlichkeit!

So zerbrechen Menschen nicht selten unter den Belastungen der Arbeit.

Die Frage bleibt. In welchem Verhältnis steht meine Arbeit zum Sinn meines Lebens?

Hören wir einen Experten zu diesem Thema:Einer, der sich sein ganzes Leben damit beschäftigt hat, eine Beziehung zwischen Leben und Sinn des Lebens herzustellen, war Jesus. Er erzählt ein Beispiel. Gott ist wie ein Vater, der zwei Söhne hat.

Einer der beiden will aus seinem Leben etwas machen. Er bekommt die schwer verdiente Kohle des Vaters und zieht los. Nach einigen tollen Jahren kommt er an einen Punkt, den wir tiefe Krise nennen würden.

Er wird arbeitslos. Diese Krise verschärft sich. Er hütet Schweine und isst das, was die Schweine auch fressen. Schlimmer kann es nicht mehr kommen, denkt er. Er denkt an seinen Vater zurück. Er fasst einen Entschluss. Ich will zu meinem Vater gehen und wenigstens als Tagelöhner bei ihm arbeiten.

Was macht der Vater? Er sieht seinen Sohn von weitem, rennt ihm entgegen, umarmt ihn und feiert ein Fest. Er schaut nicht auf seine Vergangenheit, nicht auf seine Leistung und nicht auf seine Fehler. Es ist sein Sohn, sein wertvoller Sohn.

So sieht Gott uns! Wir sind wertvoll, weil wir von Gott geliebt sind. Gott fragt dich nicht nach deiner Leistung. Der Wert deines Lebens ist nicht deine Arbeit sondern das bist du selbst.

Laß dir nicht einreden, dass deine Arbeit den Wert deines Lebens definiert.

Steckst du in einer Krise, durch Arbeitslosigkeit oder durch deinen Arbeitsstress? So paradox es klingen mag, in jeder Krise verbirgt sich eine positive Chance, nämlich die, über sich selbst ehrlich nachzudenken. Nutze das Positive an deiner Krise. Frage danach, was dein Leben bestimmen soll und welche Rolle Gott dabei spielt. Und dann setze Gott an die erste Stelle in deinem Leben! Traue ihm zu, dass er einen positiven Plan mit deinem Leben hat. Vertraue ihm in deiner Arbeitslosigkeit und in deinem Arbeitsstress.

Damit ist dein Glück nicht garantiert. Schwere Zeiten können auf dich zukommen, weil du dich mit Gott auseinandersetzt. Aber es wird dir gut tun.

Sie kennen das Navigationssystem im Auto. Eine nette Stimme sagt: „Fahren Sie bitte nach rechts!“ Das Navigationssystem bringt sie an Ihr eingegebenes Ziel. Sie vertrauen dem Computer, dass er Sie richtig führt. Sie können der Anweisung folgen oder sie ignorieren. --Ihre Entscheidung –

Gott ist wie ein Navigationssystem. Er gibt Hinweise für unser Leben. Wir können den Hinweisen folgen oder diese ignorieren. -- Ihre Entscheidung.---

Gott ist es, der den Sinn deines Lebens mit dir gemeinsam bestimmen will. Er will dir Hilfe in deinem Leben sein. Lenken und Gas geben jedoch musst du selbst. Entscheidungen treffen musst du, aber frage nach Gottes Plan. Er will dein Leben nicht zerbrechen, sondern stark machen.In der Bibel steht:

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“

Gott hat kein Interesse daran, dass dein Leben durch zuviel oder zu wenig Arbeit zerbricht. Aber er hat ein Interesse an dir, weil du unendlich wertvoll in seinen Augen bist. Es steht nirgendwo in der Bibel: „Arbeite solange bis du tot umfällst“. Es steht auch nirgendwo: „Warte solange, bis dir eine Arbeit in den Schoss fällt“.

Dein Arbeitslos ist nicht hoffnungslos, wenn du

• nach dem Sinn deines Lebens und nach dem Sinn deiner Situation fragst

• konkrete Schritte anpackst.

• Wenn dich deine Arbeit kaputt macht, rede als erstes mit deiner Familie oder mit Freunden darüber.

• Suche nach Ursachen für deine Situation. Sei ehrlich dabei.

• Laß dich beraten.

• Wenn du keine Arbeit findest, dann bleibe im Fragen: Herr, wozu dient jetzt dieser Situation? Steckt ein Sinn dahinter? Aber suche dir auch Betätigungsmöglichkeiten. Es tut deinem Selbstwert gut, denn du wirst gebraucht.

Dein Arbeitslos ist nicht hoffnungslos solange du nicht tatenlos bleibst. Denn du bist es, der deinem Leben Richtung gibt.

Dein Arbeitslos ist nicht hoffnungslos, solange du nicht gottlos bleibst. Denn dein Leben hat eine Bestimmung. Gott hat sich etwas Gutes für dein Leben gedacht. Beginne es zu entdecken.

Dein Arbeitslos ist nicht hoffnungslos, weil Gott dein Leben stärken will.

Vertraue ihm, gerade in den zerbrochenen Situationen.

Gib nicht auf!

Martin Wiesenberg