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GreifBar plus am 31.12.2008

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PREDIGT ÜBER LK 12,35-40


 


VOM WARTEN AUF DAS KOMMEN CHRISTI

 

    Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen. Und wenn er kommt in der zweiten oder in der dritten Nachtwache und findet's so: selig sind sie. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, so ließe er nicht in sein Haus einbrechen. Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint. Lk 12,35-40

 

Liebe Gemeinde,

 

@Jesse Martin war siebzehn Jahre als er aufbrach um einen Traum zu verwirklichen. Genau kann er nicht sagen, wann es begann, dass ihn dieser Traum so begeisterte. Vielleicht begann es bereits damit, dass seine australische Mutter und sein deutscher Vater ihr Haus in Australien vermieteten, allen Besitz verkauften und mit einem VW-Käfer nach Europa aufbrachen. Sie hatten den Käfer schon wieder verkauft und in einen Bus umgetauscht, als Jesse Mutter merkte, dass sie schwanger war. Er wurde dann in der Nähe von München geboren, und die Familie reiste nach Australien zurück. Mit acht war er zum ersten mal auf einem Segelboot, mit @vierzehn segelten seine Vater, sein zwöfjähriger Bruder und er auf einem knapp fünf Meter langen Katamaran durch die Tropen an der Ostküste Australiens. Das war etwas die Zeit, als ihm deutlich wurde, dass er allein um die Welt segeln wollte. Mit 17 Jahren segelte er los. @Sein Boot war etwas größer und trug den Namen „Lionheart“, zu deutsch „Löwenherz“.

Sobald er sich klar war, dass er der jüngste Segler sein wollte, der ohne Hilfe und Zwischenstopps die Welt umsegelt, gab es in seinem Leben nichts wichtigeres mehr. Alles was er tat, wurde daraufhin ausgerichtet. Er lernte das Segeln, blätterte Zeitschriften vom Gebrauchtbootmarkt durch, sprach mit erfahrenen Seglern und heuerte für kurze Strecken auf anderen Booten an, um Erfahrungen zu sammeln, und er suchte Sponsoren. Dass er tatsächlich aufbrach hatten viele schon bezweifelt, dass er auch wieder ankommen würde, schien noch unwahrscheinlicher. Aber Jesse machte sich auf den Weg und ließ sich nicht einschüchtern. Kaum war er losgesegelt, ging es fast 10 Monate lang ums nackte Überleben. Die Stürme waren zum Teil so stark, dass sie sein Boot flach aufs Wasser drückten, so dass die Mastspitze ins Wasser tauchte. Dazu kam die Einsamkeit und die Verzweiflung bei Flaute. Was ihn durchhalten ließ waren vor allem drei Dinge. Zunächst und vor allem wollte er sein Ziel erreichen. Dann setzte er sich kleinere Teilziele, Etappen, die er erreichen wollte. Eine der schönsten war ein Zwischenbesuch seiner Mutter, die von den Azoren mit einem Boot zu ihm ranfuhr, aber nicht an Deck durfte. Nur Briefe und Schulaufgaben durfte sie unter notarieller Aufsicht übergeben. Das schrieben die Regeln so vor. Aber er hatte sie immerhin gesehen und mit ihr reden können. Schließlich konnte er im Notfall nach Hause telefonieren und um Rat fragen. Als er eintraf nach 328 Tagen, begrüßen ihn 25.000 Menschen, die seine Reise gespannt über eine Zeitungskolumne verfolgt hatten. Es gab eine gigantische Party und er konnte seine Eltern wieder in den Arm nehmen.

Warum erzähle ich Jesses Geschichte. Sein Abenteuer an sich ist schon interessant und die Entschlossenheit, seine Träume zu verwirklichen. Kurz vor Beginn eines neuen Jahres ist vielleicht ganz ratsam, etwas Abenteuerlust zu wecken. Aber seine Geschichte schien mir noch aus weiteren Gründen heute sehr wichtig.

Zum einen, weil wir an Silvester gerade eine Jahresumsegelung hinter uns haben. Wir sind angekommen, wo wir vor einem Jahr gestartet sind, aber wir sind nicht dieselben. In einem Jahr haben wir viel erlebt. Es gab sicher mancherlei Stürme, wenn es gut lief auch Erfolge und einfach Schönes, hier und da Bewahrung, vielleicht auch Scheitern und Schuld. Wir schauen zurück. Wir bewerten, was geglückt ist und Grund zum Dank bietet. Wir sehen was nicht geglückt ist, wo wir vielleicht schuldig geworden sind und wir sehen, was noch nicht geschafft ist. Nun schauen wir wieder nach vorn und bereiten uns auf Neues vor. Kaum sind wir angekommen, müssen, wollen, können wir schon wieder los. Je nach dem, ob wir dem Neuen Jahr freudig entgegen gehen oder eher das Gefühl haben, dass wir lieber ausweichen würden. Jesses Geschichte ist also interessant, weil wir ein Jahr wie eine Welt umsegeln: Frühling, Sommer, Herbst und Winter, die Jahreszeiten gliedern das Jahr wie die Kontinente die Erde. Einmal durch, sind wir wieder am Anfang.

Dann finde ich seine Geschichte aber noch auf andere Weise bemerkenswert, die uns auch näher an den heutigen Bibeltext bringt. Es ist einfach ungaublich, wie sich all sein Tun auf diese eine Aufgabe, auf dieses eine Ziel konzentrierte. Zunächst galt es überhaupt aufzubrechen, dann galt es anzukommen. Darin wird so eine Weltumsegelung ein gutes Bild auch für unser Leben. @Wenn man sich wie bei einer Weltumsegelung auf einer Kugel befindet, ist es nicht leicht, Anfang, Richtung und Ziel der Reise zu wissen. Man kann immer weiterreisen ohne anzukommen. Erst wenn wir wissen, wo wir herkommen, ist klar, wo es hingeht. Nun beim Segeln ist das eigentlich recht einfach, ich bin irgendwo am Wasser, segle los in eine Himmelsrichtung, bleibe auf Kurs, weiche den Hindernissen aus (Z.B. Kontinente) und komme irgendwann am Ausgangspunkt wieder an. Im Leben ist das schwieriger. Viele Menschen verbringen viel Zeit damit, sich selbst zu finden. Offensichtlich wissen sie nicht wo sie sind. Am Jahresende kommt die Frage nach den Vorsätzen und Plänen fürs Neue Jahr und manchen überrascht dann plötzlich die Erkenntnis: wo will ich eigentlich hin mit meinem Leben? Warum die eine oder die andere Richtung? Wo bin ich überhaupt? Wie gehe ich mit dem um, was ich gerade erlebe? Orientierungslosigkeit ist nicht nur auf See lebensgefährlich.

Jesse hat also sein Wille, das Ziel zu erreichen vorangetrieben. Unterwegs hat er es stets im Auge behalten und sein ganzes Handeln darauf ausgerichtet, es zu erreichen. Es war die eine Sache, die all seine Überlegungen und Handlungen zusammenhielt. Hier trifft sich Jesses Geschichte mit unserem Predigttext. wie bleibe ich auf Kurs? Wie schaffe ich es, anzukommen? Diese Frage ist auch für unser Leben spannend.

Was Segler und Knecht gemeinsam haben

Der Predigttext gibt uns dazu vor allem eine wichtige Sache mit: Es ist eine Frage nach der Erwartung und entsprechender Ausrichtung. @ Erwarten ist ein Warten, das auf ein Ziel ausgerichtet ist. Jeder kennt das: Warten ist viel leichter, wenn ich weiß, worauf ich warte. Kinder kennen das am Weihnachtsmorgen besonders gut. Schwieriger ist die Ungewisseheit, wenn ich nicht weiß, warum ich warte und aushalte. Warum kommt der Zug nicht endlich? Warum meldet sich der Arzt nicht? Wollte mein Kind nicht längst zuhause sein? Warten kann ganz schön ermüdend sein. Der Predigttext zeigt nun nicht einen Segler, der darauf wartet, sein Ziel zu erreichen, sondern einen Knecht, der auf das Kommen seines Herrn wartet.

Was ist das für ein Knecht? Ich lese noch einmal die Verse 35-38: 35 Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen36 und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. 37 Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen. 38 Und wenn er kommt in der zweiten oder in der dritten Nachtwache und findet's so: selig sind sie.

Es ist also ein Knecht, der auf das Kommen seines Herrn wartet. Er ist bereit, was auch immer er gerade tut, darf ihn nicht den Herrn verpassen lassen. Alles ordnet sich dem unter. Er muß wachbleiben und die Tür auftun. Er kann nicht sagen, OK, ich hab lang genug gewartet, jetzt denk ich mal an mich und mach was anderes. Das eine Ziel, auf das all sein Tun ausgerichtet ist, ist die Ankunft des Herrn.

Es ist eine Frage der Haltung und einem daran ausgerichteten Handeln: @Lasst eure Lenden umgürtet sein. Dieses Bildwort meint, das lange bauchige Gewand hochraffen und in den Gürtel stecken. So kann man sich ungehindert auf den Weg machen oder hat Bewegungsfreiheit für die Arbeit.

@Ebenso die Lichter brennen lassen. Damals musste man die Öllampen sehr pflegen, damit sie nicht ausgehen. Öl musste stets nachgegossen werden, damit der Docht nicht ausgeht und abbrennt.

So stelle ich mir also die Szene vor. Und dann parallel dazu der Segler. Trotz aller Verschiedenheit tritt die Ähnlichkeit dieser Gleichnisse doch hervor. Zwei Dinge haben beide gemeinsam, die entscheidend sind. @ Einerseits ist es die Ausrichtung, eine Haltung, der sich alles andere unterordnet. Jesse will auf diese Reise gehen und er will ankommen. Der Knecht will bereit sein, wenn sein Herr heimkommt, damit er ihm die Tür öffnen kann. Wenn der eine auch unterwegs ist und der andere zuhaus wartet, erwarten doch beide eine Ankunft. Vor unserem Text, gewissermaßen als Sprungbrett steht der Vers: Wo euer Schatz ist, da wird euer Herz sein. Das Herz ist nach antikem Denken der Ort, an dem sich alles Handeln ausrichtet. Was unser oberstes Ziel ist, das bestimmt unser Handeln.

@Das ist auch schon das das Zweite. Die Ausrichtung auf ein bestimmtes Ziel, hat ein bestimmtes Verhalten zur Folge. Vor der Frage, was soll ich tun, kommt also die Frage: Wohin soll ich blicken? Beider Wohlergehen hängt von der Ausrichtung auf das Ziel ab. Beide können sich keine Nachlässigkeit erlauben. Wenn Jesse nicht aufpasst bricht der Mast im nächsten Sturm oder er läuft auf ein Riff auf. Wenn der Knecht nachlässig wird, dann (das könnt ihr Zuhause nachlesen, die nächsten Verse erzählen davon. Es sieht jedenfalls nicht gut aus). Wir erfahren nur in diesem Gleichnis vom Knecht, dass ihn ein großes Festmahl erwartet, wenn er seinem Ziel treubleibt. Und sein Herr, der ihn treu vorfindet, der dient dem Knecht. Solch ein Herr muß mir hier auf Erden erst noch begegnen, der sich schürzt um dem treuen Knecht zu dienen. Da würd ich glatt ein Leben lang Assistent bleiben.

Die Ausrichtung auf das Ziel ist wichtig und das entsprechende Handeln. Aber noch eines will ich hervorheben. Das Ziel ist nicht beliebig. Für unseren Jesse ohnehin nicht, aber auch in diesem Text. Diese Worte sind zunächst den Jüngern gesagt, die offenbar des Wartens überdrüssig wurden. Wann kommt der Herr nun endlich, scheint ein verbreitetes Murren gewesen zu sein. Der Predigttext mahnt zur Geduld. Es könnte auch die zweite oder dritte Nachtwache werden. Manchmal dauert das Erwarten etwas länger, aber es gibt keinen Zweifel: Der Herr kommt. Das Warten wird nicht immer währen. Es hat ein Ende. Und was ist das für ein Herr, der kommt. Er wird zum Diener. Er schürzt sich und bewirtet uns. Mit den Worten verbindet sich aber noch mehr. Zu Jesu Zeiten hörte man sie unter den Juden oft. Immer am Passafest, wenn an den Auszug aus Ägypten ins gelobte Land gedacht wird, wurden diese Worte verlesen aus 2. Mose 12,11: "So sollt ihr das Passalamm aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab an der Hand und sollt es essen als die, die hinwegeilen." Das Stichwort "umgürtete Lenden" deutete also auf die Erfüllung der größten Hoffnung hin: Der Auszug aus der Knechtschaft ins gelobte Land.

Summa: Auch wenn das Warten nicht immer leicht ist und wir es vielleicht schon aufgegeben haben. Dieser Text erinnert uns daran, dass Jesus wiederkommt und dass diese Tatsache für unseren Glauben bedeutsam und für unser Handeln leitend sein soll. Es ist nicht beliebig, worauf hin wir leben. Jesus sagt mit diesem Gleichnis: Wichtiger als alles andere ist, dass du auf mein Kommen ausgerichtet bist. Letztlich konzentriert sich unser Leben auf diesen Punkt: Wir leben in der Erwartung der Wiederkunft unseres Herrn.

Konkret für uns und für heute

Wie kann so eine Einstellung heute konkret werden? Heute blicken wir zurück: Was ist gelungen, was ist gescheitert, wo sind wir schuldig geworden? Und wir blicken nach vorn, vielleicht noch wichtiger als der Blick zurück: Welche Aufgaben liegen vor uns? Welche Feste? Was muss weiter ausgehalten werden? Was kann ich ändern? Wie verhalte ich mich als Knecht, dessen Lenden gegürtet sind und der sein Licht brennen lässt?

Martin Luther hatte immer einen Sinn für das deftige und allzu alltägliche. Denn gerade dort begegnet uns der Herr. Nicht nur der Sonntag, auch der Alltag ist der Ort des Glaubens. Gott kommt uns entgegen beim Wäschewaschen, beim Bügeln, beim Lernen, bei den Hausaufgaben, im Schlaf oder im Wirtshaus. Gott kommt uns im Alltag entgegen. Er wird eines Tages wiederkommen und nichts wird mehr sein wie zuvor. Aber er kommt auch jeden Tag auf uns zu. Für Luther entsprach dem eine Haltung, dass ich all mein Tun vom Wort her betrachte. Dass ich überlege, wie sich mein Tun zu meinem Glauben verhält. Besonders eindrücklich wird das, finde ich, bei Luthers Theologie des Windelnwaschens. Wenn ein Mann seiner Zeit sich um das Kind kümmerte und die Windeln wusch, dann galt das unter den Zeitgenossen mindestens als unwürdig. Luther hielt aber dagegen und sagte @"Nichts ist so böse, auch der Tod selbst (nicht), was nicht süß und erträglich werde, wenn ich nur weiß und sicher bin, dass es Gott wohl gefällt." „Nun sage mir: Wenn ein Mann herginge und wüsche die Windeln oder täte sonst am Kinde ein verachtet Werk, und jedermann spottete seiner und hielte ihn für einen Maulaffen und Frauenmann, obwohl er’s doch in solcher oben gesagter Meinung und christlichem Glauben täte. Lieber sage, wer spottet hier des andern am feinsten? Gott lacht mit allen Engeln und Kreaturen, nicht weil er die Windeln wäscht, sondern weil er’s im Glauben tut. Jener Spötter aber, die nur das Werk sehen und den Glauben nicht sehen, spottet Gott mit aller Kreatur als der größten Narren auf Erden, ja sie spotten nur ihrer selbst und sind des Teufels Maulaffen mit ihrer Klugheit."

Wenn ich also mein Leben so im Glauben betrachte, habe ich meine Lenden gegürtet für das Wiederkommen Jesu.

Ich denke, das ist eine gute Übung für den Silvester-Abend. Wir schauen zurück und bedenken unser Erleben vom Glauben her. Wie verhält sich mein Denken und Tun zum Kommen Gottes? Dass wir uns hier versammelt haben ist ein wichtiger Teil dieser Betrachtung. Wir stellen unser vergangenes und kommendes Leben unter Gottes Wort und kommen an seinem Tisch zusammen.

Aber nicht nur zurück schauen wir, sondern auch nach vorn. Wie setze ich die Prioritäten? Wie kann ich in den anstehenden Herausforderungen meinen Glauben bewähren? Was bedeutet das für meine Rolle mit oder ohne Familie? Für meine Arbeit? Für mein Lernen und Studieren? Für die Begegnung mit Kollegen und Nachbarn und der Bäckersfrau? Was bedeutet das für mein Leben mit der Krankheit oder mit dieser Sache, die ich nicht in den Griff bekomme? Muss ich mich mit jemandem aussöhnen? Wer wartet auf meine Nächstenliebe?

Vielleicht hilft für den Blick zurück und für den Blick nach vorn dieses Bild.@ Ich bedenke meine Beziehung zu mir selbst. Wie bin ich mit mir umgegangen? Welche Gaben, Grenzen und Gefahren habe ich entdeckt? Wie steht es um die Beziehung zu Mitmenschen? Wie um die Beziehung zu den Mitgeschöpfen und zur dinglichen Welt? Was ist mir wichtig für die Beziehung zu Gott und zwar sowohl für sich betrachtet als auch in allem anderen?

Ich komme zum Schluß. @Es ist also wichtig, dass wir im Blick behalten, dass Jesus wiederkommt, weil von dort her unser Glauben, Leben und Handeln Orientierung findet.

Jesse trieb seine Begeisterung für die Weltumsegelung. Er wollte am Ziel ankommen. Sein Festmahl war der Triumph als jüngster Mensch ohne HIlfe und ohne Zwischenstopps und allein die Welt umsegelt zu haben. Kaum angekommen hatte er schon wieder neue Träume. Erstaunlich welch eine Gestaltungskraft ein festes Ziel vor Augen entwickeln kann.

Im Gleichnis werden wir dazu ermahnt und ermuntert. Das Ziel nicht aus den Augen lassen. Denn unser Herr kommt wieder. Auch das Jahr des Herrn 2009 wird ein Jahr, in dem Gott weiter auf uns zukommt. Jeden Tag aufs Neue, aber auch ein für alle mal. Schon die nächste Sekunde kann die Tür sein, durch die der Herr geht, um sich zu schürzen und uns ein Festmahl zu bereiten. Wir sollten das im Blick behalten.

Und wenn Gottes Gemeinde einverstanden ist, sagt sie:

Amen