GreifBar plus am 06.12.2009
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Geduld geht in den Garten
- 7 So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen. 8 Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe. (Jak5,7-8)
Ihr Lieben!
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s ist der Abend vor Nikolaus. Jens, sechs Jahre, freut sich mächtig. Den ganzen Nachmittag hat er fleißig seine Schuhe geputzt – netterweise nicht nur seine. Vaddern musste ihm extra noch Schuhcreme geben. Dunkelblau. Und eine Bürste. Jens hat sich seine größten Schuhe rausgesucht. Die hohen, die für den Winter. Da soll richtig viel reinpassen. Fein säuberlich hat er sie vor seine Zimmertür trapiert. Ordentlich stehen sie nebeneinander. Zwar ist noch nicht Weihnachten und die eigentliche große Bescherung kommt noch. Aber Nikolaus ist genauso spannend. Am nächsten Morgen dann gibt es die Überraschung. Man muss nur die ganze Nacht warten. Nur die ganze Nacht. Jens will ins Bett. Der der sonst immer so lange aufbleiben will, wie seine ältere Schwester geht heute früher ins Bett. „Je früher ich im Bett bin, umso schneller kommt der Nikolaus“. Sagt er. „Je schneller ich im Bett bin umso schneller ist morgen.“
Warten ist manchmal ganz schön schwer. Geduld ist gar nicht so einfach.
Kennt Ihr das Marshmallow-Experiment? Da werden Kinder allein in einen Raum gesetzt. Vor ihnen stellt man einen Teller mit einem Marschmallow. Man sagt ihnen nach einer bestimmten Zeit wird es einen zweiten Marschmallow geben. Aber nur wenn sie den ersten nicht aufgegessen haben. Dann werden die Kinder allein gelassen – sie und der Marschmallow und die Aussicht auf noch einen. Wie schwer es den Kindern fällt auf den zweiten zu warten könnt Ihr Euch sicher vorstellen. Da wird um den Tisch getanzt, am Marschmallow gerochen und geleckt. Manche Kinder halten sich die Augen zu. Manche schneiden Grimmassen. Man sieht wie sie zu kämpfen haben. Einen kleinen Ausschnitt aus diesem Versuch habe ich mal mitgebracht.
[Film]
Warten ist manchmal ganz schön schwer. Geduld gar nicht so einfach.
Vielleicht ist uns genau deshalb dieser Predigttext für diese Woche aufgegeben. Wir leben in der Adventszeit. Wir leben auf Weihnachten hin und von Weihnachten her. Wir warten auf das Kommen des Herrn. Advent heißt Ankunft. Geduld ist gefragt. Die Ermahnung durchzuhalten kommt mitten in der Wartezeit.
Wo warten wir? Wo sind wir ganz ungeduldig, dass endlich etwas passiert? Wo hoffen wir auf Veränderung, auf Neues, auf Aufbruch? Wo sehnen wir uns, dass die vielleicht qualvolle Wartezeit endlich vorbeigeht? Wo sind wir ganz hibbelig, unruhig?
Ich denke an uns als Gemeinde. Unsere Geduld ist gefordert bei dem Projekt Gottes Volk in dieser Stadt zu sammeln. Es will sich nicht einfach so Gottes Volk sammeln lassen. Einzelne ja. Wir sind sehr dankbar dafür. Wir freuen uns mit jedem, der den Weg findet! Doch Gottes großes Volk? Wo ist es?
Wo warten wir auf Veränderung im Leben von Menschen, die wir gern mit Jesus bekannt machen wollen? Wie schwer ist es auszuhalten, dass es so lange dauert, so viele Gespräche braucht. Wie sehr wird da unsere Geduld gefordert. Wie ermüdend ist es doch wieder und wieder zu besuchen, zu reden, zu beten.
Wie schwer fällt es uns bei GreifBar auf Mitarbeiter zu warten wo doch so viel zu machen ist und die Aufgaben nicht weniger werden. Wie wird unsere Geduld herausgefordert, wenn wir zwar hinweisen, dass es gut zu tun gibt in der Gemeinde aber sich keiner findet, keiner kommt der abwaschen will oder Plakate kleben.
Ich denke an uns persönlich: Wie sieht es aus mit diesem einen Laster, dass mich mein Leben lang schon begleitet. Wie oft habe ich schon versucht zu ändern, zu überlisten, anders zu machen und doch: ich tappe immer wieder in dieselbe Falle. Es ist schwer dran zu bleiben, Geduld zu haben mit mir und mich diesem Laster immer und immer wieder aufs neue zu stellen.
Da ist große Geduld gefordert bei unseren Kindern. „Ich habe dir das doch schon 1000 Mal erklärt. Warum machst du das immer noch?!“ Und manches kann man noch nicht mal erklären. Da muss man warten bis sie sich die Hörner abgestoßen haben. Oder warten dass sie nicht mehr schreien sondern mal eine Nacht durchschlafen. Eine ganze Nacht. Da ist Geduld gefragt.
Wie lange wartet mancher auf den richtigen Partner. Wie sehr ist die Geduld schon herausgefordert, die Wunden kaputter Beziehungen schmerzen. Er oder sie will sich einfach nicht finden lassen.
Und wie lange wartet er oder sie auf eine Antwort. Von einem geliebten Menschen. Von den Eltern vielleicht, die gebrochen haben. Oder die nie ein lobendes Wort übrig hatten. Wie viel Geduld ist da nötig nicht zu verzweifeln.
Warten ist manchmal ganz schön schwer. Geduld gar nicht so einfach. Die Ermahnung durchzuhalten kommt mitten in der wuseligen und hektischen Adventszeit. Mitten hinein in die Wartezeit. Die Ermutigung zur Geduld zielt mitten in unser Leben, mitten hinein in unsere Fragen, Wünsche und Versuche.
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ie Worte von Jakobus sind da ziemlich einfach. Sehr schlicht. Zwei Verse nur. Er sagt im Wesentlichen „Seid geduldig, bis der Herr kommt.“ Und er illustriert es mit einem Beispiel: „Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig bis sie empfange den Frühregen und Spätregen.“
Jakobus hat einen ganz einfachen Vergleich aus dem Alltag. So erklärt er der Gemeinde das mit der Geduld. Er nimmt uns beim Thema Geduld mit in den Garten oder auf den Balkon oder zu den Zimmerpflanzen. Jeder Kleingärtner spitzt nun ganz aufmerksam die Ohren. Jeder der schon mal ein Pflänzchen großgezogen hat weiß worum es geht.
Bei Geduld geht es in den Garten. Also gehen wir hinterher.
Bei der Frucht des Ackers musste ich unwillkürlich an Kartoffeln denken. Warum weiß ich nicht so genau.
Wer hat schon mal Kartoffeln gesetzt? Und dann auch geerntet?
Ich nehme Euch mal mit in den Kartoffelgarten. Im Schnelldurchlauf.
Nach dem Winter – also nächsten Frühjahr wieder – lockert man den Boden etwas auf. Dann zieht man dort wo die Kartoffeln wachsen sollen Reihen – fein säuberlich etwa mit 60 cm Abstand – wir sind ja Deutsche, da muss alles seine Ordnung haben. Dann nimmt man die neuen kleinen Saatkartoffeln. Mit dem Spaten z.B. macht man ein kleines Loch – nicht zu tief – und legt die kleine Kartoffel rein. In einem Abstand von 30-40 cm kommt das nächste Loch mit der nächsten kleinen Kartoffel die man dort hinein legt. Wenn man fertig ist, häufelt man die Reihen an. So können die Kartoffeln unter dem Haufen gut wachsen. Nun muss man eigentlich fast nur warten. Mal, gerade am Anfang, muss man bewässern und die Haufen wieder hochziehen. Sonst ist fast nichts zu tun. Nach einer Weile wächst Kartoffelkraut. Es wird größer und größer. Wir aber tun nichts. Wir warten. Die Kartoffel wächst von ganz allein. Was sollten wir auch tun? An den Pflänzchen ziehen hilft auch nichts. Zumal wir ja nicht das Grüne, sondern die Knollen wollen. Im Herbst dann, nach einer ganzen Reihe von gewarteten Monaten, dann wenn das Kartoffelkraut gelb wird, dann kann man ernten. Dann findet das Warten sein Ende. Wenn man nun mit der Hacke immer im Abstand zwischen den gesetzten Kartoffeln hackt, wird man dort wo man vorher immer nur eine kleine Kartoffel in die Erde gesetzt hat einen ganzen Kartoffelhaufen finden. Aus einer kleinen Kartoffel sind viele große Kartoffeln geworden. Das Warten hat sich gelohnt. Die Geduld hat sich ausgezahlt.
Jakobus nimmt uns beim Thema Geduld mit in den Garten. Das Gras oder die Kartoffel wächst nicht schneller, wenn man an ihr zieht. Wenn es ums Thema Geduld geht können wir im Garten einiges lernen etwas sehen.
Was lernen wir?
Geduld hat eine Perspektive. Warten ist einfacher wenn man weiß worauf. Es käme ja keiner der Kleingärtner auf die Idee im Frühjahr statt einer Kartoffel einen Stein in das Loch zu stecken. Das wäre ja töricht. Die Geduld des Bauern speist sich aus der Erfahrung und Beobachtung: mit der Kartoffel passiert etwas, wenn ich sie in Ruhe wachsen lasse, wenn ich Geduld habe. Jakobus nimmt uns mit in den Garten, weil er uns zeigt, dass der Bauer wartet weil er aus Erfahrung weiß, da tut sich was. Und das ganze Jahr über sieht er das ja auch, sieht wie die Kartoffel wächst, wie das Kraut aus der Erde kommt und blüht.
Warten lohnt sich. Geduld fällt leichter, wenn sie eine Perspektive hat. Geduld fällt leichter in Zwischenetappen . Das gilt es als erstes zu entdecken.
Und das gilt auch für unsere Fragen vom Anfang.
Wir warten als Gemeinde darauf, dass Gottes Volk sich sammelt. Und: wir sehen dass sich etwas tut. Einzelne Menschen finden zu Gott, ihr Leben kommt zurecht, ihre Beziehungen heilen. Wir erleben ein Stück davon worauf wir warten. Das gibt uns Mut und Kraft weiter in Geduld das zu tun, was wir tun und wo wir unseren Auftrag sehen.
Es gibt die kleinen Erfolgsgeschichten und Perspektiven bei der Erziehung: die erste halbe Nacht durchgeschlafen. Vier Stunden. Wahnsinn. Das gibt Kraft und die Hoffnung auf acht Stunden Schlaf steigt. Oder: unser Kind hat gestanden. Ganz allein hat es sich am Stuhlbein hochgezogen und gestanden. Die Perspektive auf die ersten eigenen Schritte rückt näher. Da lohnt sich die Geduld beim immer wieder hinfallen und aufrichten, helfen, noch mal versuchen.
Oder es gibt ein gutes Gespräch mit den Eltern – eine kleine Sequenz wo man wichtige Fragen ansprechen konnte. Es stellt sich die Erfahrung ein, man kann wenn auch nicht alles, so doch in kleinen Schritten Dinge ansprechen. Wie schön ist die Perspektive auf ein klärendes Gespräch in gegenseitiger Achtung. Wie gut tun die Erfahrung und die Zwischenetappen.
Es ist wichtig, die kleinen Lichtblicke wahrzunehmen. Wo tut sich was? Wo sehen wir die kleinen Pflänzchen. Das stärkt die Perspektive, das hilft unserer Geduld.
Jakobus nimmt uns mit in den Garten und wir sehen Geduld fällt leichter wenn es Zwischenetappen gibt und sie eine Perspektive hat.
Das gilt es festzuhalten. Lasst uns hinschauen auf das Ziel und die kleinen Schritte dazwischen. Lasst uns Ausschau halten nach den kleinen Pflänzchen und nicht immer nur klagen, dass das Ziel nicht näher rückt. Schaut hin in Eurem Leben und in der Gemeinde wo sich etwas tut, wo übertragen gesprochen die Kartoffeln zu wachsen beginnen und das Kraut schon aus dem Häufchen ragt.
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ber – und das will und kann ich nicht verschweigen – es gibt auch dunklen Erfahrungen. Erfahrungen die gerade der Geduld nicht helfen. Da wird Warten unerträglich. Monate oder Jahre lebt man in geduldigem Vertrauen. Die Geduld wird nicht von kleinen Lichtblicken gestützt. Da tut sich nichts. Keine Zwischenetappen. Da kann ich nun gerade nicht auf die Erfahrung zurückgreifen, dass etwas wächst. Die Perspektive gerät ins Wanken. Da sieht man keine kleinen Pflänzchen wachsen, auch wenn ich sie mit der Lupe suche. Da bleibt das Telefon still. Auch der Briefkasten bleibt leer. Es gibt GreifBar-Einladeaktionen wo sich keiner findet für die Plakate. Das Laster will einfach nicht gehen. Es bleibt trotz 1000 Versuche es in den Griff zu bekommen. Das sind dunkle Zeiten. Da ist die Geduld so manches Mal am Ende. Die Kartoffel scheint doch ein Stein zu sein. Die Zeit ist schwer und unerträglich. Dunkle Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre.
Was ist dann? Was ist wenn sich kein Pflänzchen zeigt?
Jakobus gibt keine einfache Antwort. Er hat keine Durchhalteparolen. Keine billigen Vorschläge. Dass das mit der Geduld schwer werden kann, weiß er. Genau darum schreibt er ja auch. Neben der guten und hilfreichen Erfahrung der Zwischenetappen, die manches aushalten hilft, verweist uns Jakobus auf Jesus selbst.
Die Erfahrung mag fehlen, aber Jesus ruft Dir zu: halte Dich fest, halte Dich an mich, halte aus. Er ruft: habe Geduld, denn ich, Jesus, werde kommen. Jakobus gibt weiter, was Jesus selbst sagt.
Lasst uns einen Moment erinnern und zurückgehen zum Fischzug des Petrus.
Die ganze Nacht haben sie gefischt, Geduld hatten sie – viel Geduld - aber nichts ist passiert. Nichts. Kein Fisch. Kein Einziger. Die Geduld ist genug geprüft worden und: nichts. Und dennoch will Jesus, dass Petrus mit seinem Boot hinaus fährt. Gegen jede Erfahrung. Gegen jede Logik. Gegen alle Geduld. Jetzt? Jetzt wo alles aber auch wirklich alles ohne Erfolgsaussichten scheint?
„Auf Dein Wort hin“, „Auf DEIN Wort hin, Jesus“ sagt Petrus. „Auf Dein Wort hin, will ich es wagen, will ich hinausgehen, will ich Geduld haben.“ Ihr Lieben, lasst uns davon etwas lernen in den dunklen Tagen. In den Zeiten, in denen die Geduld schwer geprüft wird, wo sich nichts tut, keiner antwortet, sich keiner finden lässt, die Ohren scheinbar taub sind und unsere Kraft am Ende. Lasst uns lernen, neu auf Jesus zu hören, der um unsere Geduld wirbt. Lasst uns ihm vertrauen und nicht unserer Erfahrung. „Auf Dein Wort hin.“ „Auf Dein Wort hin will ich Geduld haben, wo sich schon lange Resignation breit gemacht hat. Auf Dein Wort hin will ich Warten, dass Veränderung in meinem und in anderem Leben geschieht, obwohl es aussichtslos erscheint.“ „Auf Dein Wort hoffe, bete und glaube ich, dass Du Dein Volk sammelst hier in Greifswald auch wenn ich es oft nicht sehe. Auf Dein Wort hin will ich auf den richtigen Partner warten. Auf Dein Wort hin will ich vertrauen dass schlechte Bindungen sich lösen, dass Beziehungen heil werden. Auf Dein Wort hin, Jesus.“
Jesus hat versprochen bei uns zu sein alle Tage. Er ist da. Er wirbt.
Und noch mal erweitert er die Perspektive. „Seid geduldig, bis zum Kommen des Herrn.“ sagt Jakobus. Bis zum Kommen? Er ist doch schon da. Ja er ist da und doch, die Perspektive wird noch mal erweitert.
Jesus wirbt um unser Vertrauen auch und besonders in den dunklen Tagen. Er wirbt um unser „Auf Dein Wort hin“. Er wirbt mit ihm und bei ihm geduldig zu bleiben in allem was uns herausfordert.
Er wirbt und gibt den Blick noch ein Stück weiter frei. Er wird wiederkommen. Das ist keine billige Vertröstungsstrategie in aussichtslosen Lebenssituationen und für ungeduldige Verzweifelte. Jesus der selbst geduldig aushielt, sich nicht zu schade war. Er weitet den Blick. Er wird wiederkommen.
Und dann: dann wird er abwischen alle Tränen. Auch von denen die verzweifelt gewartet haben. Dann wird nicht mehr sein Tod und Geschrei und Schmerz. Dann wird Gerechtigkeit geschaffen wo mancher so unglaublich lange gewartet hat. Dann werden sie erkennen dass Gott der Herr ist. Dann werden wir mit einem neuen Leib bekleidet, auch die, die so lange auf Heilung warteten. Dann werden die Toten auferstehen. Gott wird sein alles in allem. Ein neuer Himmel und eine neue Erde. Gott selbst wird bei uns wohnen.
Wie ist das, wenn die Erfahrung ausbleibt, der Horizont nicht hell erscheint, warten unerträglich wird? Jesus wirbt um unser „Auf Dein Wort hin.“ Und der, der selbst Mensch wurde, hinabkam in die Niederungen der Welt, hinabkam in unser dunkles Warten, der, der als erster den Tod überwunden hat, der lebt und uns begleitet – er weitet den Blick. „Verzweifle nicht. Vertraue. Es wird und ist schwer, ja. Ich habe schon überwunden. Ich bin da. Und: ich komme wieder.“
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in letztes: Bei allem Reden von Geduld könnte nun ja jemand auf die Idee kommen und meinen es ginge hier darum, die Hände in den Schoss zu legen, sich passiv in sein Schicksal zu ergeben, die Dinge sich einfach entwickeln zu lassen. Man könnte meinen, es wie Jens am Anfang zu machen und uns nun ins Bett zu legen und zu schlafen und stoisch zu ertragen, dass es dauert.
Das aber ist nicht gemeint wenn Jesus um Geduld wirbt, und auch Jakobus hat das nicht im Blick. „Seid geduldig und Stärkt Eure Herzen“. Nicht gleichmütigem Ertragen redet Jakobus das Wort. „Stärkt Eure Herzen.“
Damit ist gemeint, dass Geduld aktiv gestaltet werden kann und auch soll. „Seid geduldig und stärkt Eure Herzen“ bedeutet dann, dass wir nicht allein mit unserer Geduld oder Un-Geduld bleiben sollen. Lasst uns Gemeinschaft suchen uns gegenseitig stärken und zusprechen wo es schwer fällt. In der Gemeinde ist der Platz, wo wir zusammen die kleinen Pflänzchen entdecken können, die unserer Perspektive helfen. In der Gemeinschaft ist der Platz an dem wir uns gegenseitig Jesu Werbung zusagen können. Lasst uns miteinander in Geduld üben, hören was der andere zu sagen hat. „Stärkt Eure Herzen“ meint die Ausrichtung auf Gottes Wort. Ihn hören und uns von ihm ansprechen lassen. In gemeinsamen und persönlichem Gebet. In Seelsorge. Im Bibelstudium allein oder im Hauskreis oder im Gottesdienst.
Seid geduldig und stärkt Eure Herzen.
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arten ist manchmal ganz schön schwer. Geduld gar nicht so einfach. Die Ermutigung zur Geduld zielt mitten in unser Leben, mitten hinein in unsere Fragen, Wünsche und Versuche.
Jakobus nimmt uns mit in den Garten und lässt uns sehen dass Geduld leichter fällt, wenn wir die Zwischenetappen entdecken und wenn Geduld eine Perspektive hat.
Und Jesus wirbt in besonderer Weise wenn es schwer und dunkel ist. Er wirbt um ein vertrauensvolles „Auf Dein Wort hin.“
Warten ist manchmal ganz schön schwer. Geduld gar nicht so einfach. Darum lasst uns unsere Herzen stärken – in Gebet und Fürbitte, in Bibellesen und Hören.
U |
nd wenn Gottes Volk zustimmt ruft es:
Amen
