GreifBar plus am 11.04.2010
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Was würde Jesus tun?
Kurze Einführung in das Thema der Reihe
„Was würde Jesus tun?“ „Volltreffer“:
Anspiel, Teil 1
Kurze Erklärung dazu, im Dialog mit Kindern
Das war ja eine wirklich komische Sache. Der Reiche hat etwas gespendet. Habt Ihr schon einmal etwas gespendet? Antworten der Kinder
War da auch das Fernsehen da? Antworten der Kinder
Nun, bei dieser Szene könnte man ja fast annehmen, dass das Fernsehen immer da sein muss, wenn man etwas spendet. Damit es alle sehen. Mehrere Millionen können am Abend auf ihren Fernsehbildschirmen sehen: Der Peter, oder die Karin, haben 5 Euro gespendet!
Wartet Ihr auch immer darauf, dass jemand kommt und sieht, wenn Ihr etwas Gutes tut? Antworten der Kinder
Der reiche Mann hat eigentlich ja etwas sehr Gutes getan. Er hat nicht nur ein paar Cent reingeworfen, sondern richtig viel. Allerdings frage ich mich ja, wofür er eigentlich gespendet hat. Für die Kinder oder fürs Fernsehen? Antworten der Kinder
Ich glaube, er wusste gar nicht wirklich, wofür er gespendet hat. Es kam ihm auch gar nicht darauf an, zu helfen. Die Kinder hat er gar nicht im Blick gehabt! Sondern er wollte gesehen werden! Es ging ihm nur um sich selbst. Mal sehen, ob das alle so machen!
Szene II…
Der Arbeitslose wollte gar nicht gesehen werden, als er etwas Gutes tat. Er wollte einfach etwas für die Kinder tun. Es ging ihm um die Sache, nicht um sich.
Welche Szene fandet Ihr besser? Warum? Antworten der Kinder
So ist das immer, wenn wir etwas Gutes tun: Es kommt nicht darauf an, ob wir sehr viel Geld haben und viel geben können, oder ob wir nur wenig haben und ein kleines bisschen geben. Es kommt vielmehr darauf an, mit welcher inneren Haltung wir Gutes tun. Meint Ihr, dass das erst heute ein Problem ist? Antworten der Kinder
Jesus hat vor fast 2000 Jahren in einer ganz berühmten Predigt auf einem Berg genau dasselbe Problem angesprochen. Im ersten Bericht über Jesus in der Bibel, im so genannten Matthäusevangelium, wird davon berichtet. Ich möchte Euch das einmal vorlesen:
- „Habt Acht auf eure Frömmigkeit, dass ihr die nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen lassen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, damit dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.“ (Matt. 6,1-4)
Das ist doch unglaublich: auch damals gab es schon Menschen, die wollten nur dann Gutes tun, beten und besonders fromm sein, wenn die anderen sie sahen. Sie wollten, dass die anderen sagten: „Oh, der ist aber toll! Der gibt so viel! Und er ist immer bemüht, ein ganz guter Mensch zu sein! Und man muss ihn ja bewundern, wie ernst er es mit dem Glauben nimmt!“ Aber wenn niemand zuschaute, dann war es vorbei mit der Großzügigkeit und Gottesfurcht.
So möchten wir natürlich nicht sein! Aber so ein ganz klein bisschen sind wir doch auch so, oder? Naja, als Uschi und ich relativ frisch verheiratet waren, hat sie mich einmal gefragt, warum ich immer das Spülwasser im Abwaschbecken stehen lasse, nachdem ich mit allem Abspülen fertig war. Ich sagte spontan: „Damit Du siehst, dass ich abgespült habe!“ Au weia! Erwischt! Genau dieses Verhalten: ich tue etwas, wenn Du es siehst. Nicht, um Dir zu helfen, sondern um danach ganz toll dazu stehen.
Ihr kennt sicherlich aus der Schule oder zuhause auch viele Beispiele. Da ist ein Schüler zu einem anderen ganz nett und hilfsbereit, wenn die Lehrerin dahinter steht – aber sobald er mit ihm allein ist, ist er böse und frech.
Was würde Jesus tun? Es ging ihm immer darum, dass wir Gott ganz dienen. Nicht zum Schein, nicht äußerlich, sondern von Herzen. Und so sollten wir als seine Volltreffer, die er wunderbar gemacht und mit allen göttlichen Gaben ausgestattet hat, auch leben! Das wünsche ich Euch, dass Ihr auch beim Gutes tun danach fragt: Wie würde das Jesus jetzt machen?
